Rede eines Wahnsinnigen

Rauch stieg aus den umgebenden Trümmern. Der Wahnsinnige stand abseits von einem Trek zerlumpter und verdreckter Menschen, die zwischen den Ruinen hindurchzogen, und schrie: „Begreift ihr es denn nicht? Begreift ihr denn nicht, wer uns in diese Lage gebracht hat? Wer hatte den Anspruch, die ganze Welt zu führen? Und jetzt? Seht doch nur, wo ER uns hingeführt hat!“ Der Mann zeigte mit seinen zitternden, schmutzigen Fingern auf die verkohlten Ruinen, die einmal eine Stadt gewesen waren. „Schaut doch nur, was uns SEINE Führung gebracht hat! Durch IHN ist Europa zu einem Schlachthaus geworden. Und unsere Politiker? Was haben sie getan? Haben sie unseren Kontinent gut verwaltet? Haben sie alles getan, um das hier abzuwenden? Ha! Sie haben jeden Gedanken an die drohende Gefahr weggeschoben und kräftig dabei mitgeholfen, den Kontinent in den Abgrund zu stürzen. Diese Jasager, diese Kriecher und Mitläufer, ohne ein eigenes Gehirn, immer nur darauf bedacht, ein trockenes Plätzchen in SEINEM Schatten zu finden.“

Der Wahnsinnige hielt inne und starrte die Vorbeiziehenden an. Er hoffte auf irgendeine Reaktion, auf irgendein geistiges Lebenszeichen, doch die Masse zog stumpfsinnig weiter, ohne ihn zu beachten. „Hört ihr denn nicht?“, schrie er wieder und wieder. „Hört ihr denn nicht?“ Er rannte an der Menschenkolonne auf und ab, er rannte und rannte und schrie. Doch es war vergebens.

Erschöpft von seinem inneren Schmerz und vom Hunger, sank der Mann auf die Knie, und sein Gesicht verzerrte sich zu einer verzweifelten, gepeinigten Grimasse. „Hört ihr denn nicht?“ Seine Stimme war nun ganz schwach und leidend geworden. „Warum haben unsere eigenen Leute nur zugelassen, dass Europa zur Schlachtbank geführt wird? Warum?“ Tränen rannen über sein Gesicht. Vor seinem inneren Auge sah er seine Frau und seine Tochter, die beide nicht mehr waren. Der Rest seiner Worte ging in einem Wimmern unter.